
Biografie
Petru Iuga

Der 1974 in Săliștea de Sus in der Region Maramureș (Rumänien) geborene Petru Iuga ist einer der erfolgreichsten klassischen Kontrabassisten seiner Generation — ein furchtloser, seeliger Interpret und meisterhafter Pädagoge, bekannt für seinen klaren, resonanten Ton und kompromisslos musikalische Interpretationen.
Während seiner musikalischen Ausbildung in seiner Heimat wurde der 20-jährige Student von Yehudi Menuhin und Alberto Lysy entdeckt, die ihn an die Internationale Menuhin Music Academy in Gstaad (Schweiz) holten. Er setzte sein Studium an der Hochschule der Künste in Bern und am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris fort.
Nach seinem Studium wurde er Mitglied des Ensemble Orchestral de Paris (Orchestre de Chambre de Paris) und Erster Kontrabassist beim Münchener Kammerorchester. Er hat zahlreiche Preise bei renommierten Wettbewerben gewonnen, darunter den Ersten Preis beim Internationalen Instrumentalwettbewerb 1999 in Markneukirchen und einen weiteren Ersten Preis beim Internationalen Kontrabass-Festival 2001 in Cap Breton (Frankreich).
Seitdem verfolgt er eine weltweite Konzertkarriere und tritt als Solist mit führenden europäischen Orchestern auf, darunter dem London Symphony Orchestra. Er hat mehrere CDs als Kammermusiker eingespielt, darunter eine gefeierte Aufnahme mit dem Grammy-nominierten Carmina Quartett (2009) und ein Album mit Werken von Schubert, Weinberg, Hindemith und Levitin mit dem Pianisten Oliver Triendl beim Label Solo Musica (2021).
Neben seiner Konzerttätigkeit ist Petru Iuga auch Komponist. Seine Originalwerke für Kontrabass, darunter ‚Capriciu Românesc' und ‚Variationen über ein folkloristisches Thema aus der Maramureș', wurzeln in den reichen Traditionen der rumänischen Volksmusik. Er ist zudem der Erfinder des ErgoBass, einer revolutionären ergonomischen Spielhilfe für den Kontrabass.
Petru Iuga ist Professor für Kontrabass an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Mannheim und unterrichtet zudem als Lehrbeauftragter an der Haute École de Musique de Lausanne in der Schweiz. Sein Unterricht verbindet tiefes technisches Wissen mit künstlerischer Sensibilität und bezieht Elemente der Achtsamkeit und Physik in seinen Ansatz ein.
Er veranstaltet regelmäßig Meisterkurse auf der ganzen Welt und entdeckt und fördert zahlreiche talentierte junge Kontrabassisten. Er hat Meisterkurse in Russland, Italien, Portugal, Israel, Japan, Uruguay, China, Kanada, Serbien, Belgien und der Schweiz gegeben — darunter eine Gastprofessur bei den renommierten Orford Master Classes (2017–2019) und regelmäßige Auftritte bei den Bavarian Bass Days.
